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MassenTourismus

Es gibt wohl diverse Ansätze wie MassenTourismus definiert wird. Uns interessiert jedoch die rein emotionale Komponente wenn der Tourismus in Hass und Unzufriedenheit bei der Bevölkerung umschlägt.

Piss of Tourists

Palma de Mallorca ist im Sommer und Herbst eine jener Städte die von Touristenmassen sehr stark betroffen sind. So lebt ein grosser Teil der Bevölkerung in irgend einer Form vom Tourismus. Im Herbst 2019 durfte ich einige Wochen aus Palma arbeiten. Ich erlebte wie Touristen angepöbelt wurden, meine Nachbarn hängten AntiTourismus-Plakate auf die Balkone und beim Joggen am Morgen entdeckte ich eine Türe die mit dem Spruch versprüht wurde «piss of tourists». Zudem wurden auch die Bürgersteige regelmässig mit AntiTouristen-Sprüchen versprüht. All diese Zeichen wurden möglichst schnell wieder beseitigt.


Wie sieht die Situation nun im Sommer 2020 mit Corona aus?

Wir sind für eine Woche als ziemlich erste Touristen auf der Insel. Was hat sich verändert?Die Touristen dürfen teils noch nicht auf Palma de Mallorca. Die grossen, bei der Bevölkerung sehr verhassten Kreuzfahrtschiffe dürfen noch nicht anlegen. Die Touristen fehlen. Hotels und viele Restaurants können nicht öffnen, weil es schlicht zu wenige Besucher gibt. Nur allmählich fliegen die Flugzeuge die Insel überhaupt wieder an. Einige Restaurants mussten bereits für immer schliessen, andere versuchen einen Neustart mit ungewisser Zukunft. Die Einheimischen mit denen wir dieses mal gesprochen haben sind sehr dankbar, über jeden Gast. Es scheint als ob sich das Blatt gewendet hat. Die Negativen Plakate sind verschwunden, respektive wir fanden keine mehr.


Wieso werden PartyTouristen gehasst?

Saufen, pöbeln, johlen. Auch dieses mal erleben wir Gäste (im speziellen Engländer) die sich ziemlich daneben benahmen. Logisch, dass dies keine Freude unter den einheimischen schürt. So versucht ein grosser Teil der politischen Gemeinde von Palma de Mallorca schon länger die Partymeilen Ballermann (mit den Deutschen) und Magaluf (mit Engländern) zu unterbinden. Auch eine Tatsache ist, dass Mallorca durch diese Partyszene rund eine Milliarde Euro umsetzt. Und auf das liebe Geld möchte man natürlich nicht verzichten. Corona scheint genau dies nun zu vollziehen. Die Clubs müssen geschlossen bleiben und die Touristen kommen nicht mehr. Was passiert, die Barbetreiber und viele Angestellte die davon leben, gehen auf die Strasse und demonstrieren. Ob es was bringt? Dank einigen sehr Dummen Partygästen die sich nicht an die sehr strikten Corona-Regeln hielten, wurden am ende unserer Ferienwoche die Partymeilen auf weiteres geschlossen. Die sonst sehr proaktive Polizei hat die Partygäste gewähren lassen und so politisches Futter für die Schliessungen gesammelt.


Wieso werden die Schweden gehasst?

Was ich bis dahin nicht wusste, bei den Mallorquinern sind die Schweden nicht gut angesehen. Denn die Balearen haben ein Gesetz gegen das AirBnB-vermieten erlassen. So ist es nur noch möglich Appartements zu vermieten, wem das ganze Haus gehört und dieses Haus darf pro Eingang nur zu normalen Miet- oder ausschliesslich zu FerienAppartements führen (Hotels). Einige reiche Schweden waren nicht dumm und kauften gefühlt die halbe Altstadt von Palma auf und schmissen die alten Mieter raus. Es entstanden ganz viele SuiteHotels, ganz nach dem System von AirBnB, aber nun legal. Genau dies wollte man mit dem neuen Gesetzt eigentlich verhindern, aber dies war wohl nicht zu ende gedacht. Darum sind die Schweden in Palma bei den Einheimischen nicht sehr beliebt. Verständlicherweise.


Was ist also das Problem des MassenTourismus?


PartyTouristen

Sobald Touristen vorwiegend zum Partymachen oder für Polterabende zu Besuch kommen, werden diese schnell unbeliebt. Verständlicherweise, denn der Lärm und die Belastung für die Bevölkerung ist wohl grösser als die Wertschöpfung.


Reiche Touristen

Grundsätzlich sind reiche Touristen beliebt, den sie geben vor Ort mehr Geld aus. Dem ist so, solange sie sich nicht vor Ort bereichern, wie dies einige reiche Schweden in Palma tun und viele Häuser in Palma aufkaufen. Wenn möglichst eine grosse und breite Schicht der Bevölkerung von diesen Touristen profitiert, sind sie auch willkommen.


Hotspots

Touristen werden als unbeliebt wahrgenommen, wenn sie sich in Gruppen am gleichen Ort aufhalten. Ballermann und das Dorf Paguera den Deutschen, Magaluf den Engländern, die Altstadt von Palma den Schweden. Es sollte unser aller Interesse sein, den Tourismus gut zu verteilen.


Das Rezept gegen MassenTourismus

VisitLovers ist für viele dieser Probleme eine Lösung.


PartyTouristen

Wenn die Leute schon Party machen wollen, dann geführt, mit einem Guide und einem Thema. So sollte es nicht aus dem Ruder laufen. Aber grundsätzlich möchten wir uns nicht auf PartyTours spezialisieren, aber einen Polterabend kann durchaus bei VisitLovers gebucht werden.


Die Schweden

Wir lieben die Schweden/innen. Die sind gross und cool. Solange sie unsere Häuser nicht aufkaufen und unsere Mieter nicht auf die Strasse stellen. Dies können wir leider mit VisitLovers nicht verhindern. Trotzdem können wir sie als Gäste willkommen heissen und mit Ihnen auf Tour gehen.


Am Tourismus mitprofitieren

Bei VisitLovers kann jeder der Lust hat – eine Tour, einen Kurs oder einen Workshop anbieten. Auf diese Weise kann auch jeder am Tourismus mitverdienen und sich selber kreativ beteiligen.


Tourismus dezentralisieren

Sobald die TourismusGruppen sich um eine Sehenswürdigkeit scharen, produzieren sie Unmut wegen Staus mit Cars, und vor Ort gibt es kein durchkommen mehr. Bei VisitLovers finden die Touren überall statt. Bei den Guides zu Hause, Kurse in Firmen oder einfach Touren in der Natur. Tourismus soll dezentralisiert werden. Wir haben schliesslich auch mehr zu bieten wie einige Sehenswürdigkeiten.


So macht Tourismus Freude.






Written by VisitLovers

Published on 22.07.2020